Skip to main content Accessibility help
×
Home
Hostname: page-component-544b6db54f-8tjh8 Total loading time: 0.2 Render date: 2021-10-22T20:36:13.699Z Has data issue: true Feature Flags: { "shouldUseShareProductTool": true, "shouldUseHypothesis": true, "isUnsiloEnabled": true, "metricsAbstractViews": false, "figures": true, "newCiteModal": false, "newCitedByModal": true, "newEcommerce": true, "newUsageEvents": true }

Διακρίνειν als Leseaufgabe: Petrus und Kornelius zwischen ungeschriebenem Gesetz und unzuverlässiger Erzählung

Published online by Cambridge University Press:  06 September 2021

Guido Baltes*
Affiliation:
Philipps-Universität Marburg, FB 05 (Ev. Theologie), Lahntor 3, 35032 Marburg, Germany. Email: guido.baltes@staff.uni-marburg.de

Abstract

The Cornelius incident (Acts 10.1–11.18) has traditionally been read as a narrative marking the abolition or transgression of Jewish food and purity laws in early Christianity. Strong halakic statements made by Peter himself and by some of his opponents in fact seem to claim that halakic norms have been abrogated or violated. The article suggests however that these statements should not be read as accurate descriptions of facts, but instead as examples of ‘unreliable narration’: using this technique, a narrator deliberately introduces misjudgements and distorted perceptions of reality on the side of his main character in order to temporarily mislead his readers, only to unmask the deception in the later course of his narrative. It turns out that Peter's refusal of food offered in a vision as well as his halakic judgements on the ‘impurity of gentiles’ and the prohibition of table fellowship are misconceptions, based not on biblical pretexts or Jewish halakah, but purely on social convention. The narrative therefore does not describe the abolition or transgression of halakic boundaries, but invites the reader to make a proper distinction between halakic boundaries (which are to be kept) and social conventions (which in this case need to be transgressed).

German abstract:

German abstract:

Die Korneliusepisode (Apg 10,1–11,18) wurde seit altkirchlicher Zeit und bis in die Gegenwart hinein als eine Erzählung gedeutet, in der jüdische Speise- und Reinheitsgebote aufgehoben oder gebrochen werden. Aussagen des Petrus selbst und auch seiner Gegner scheinen in der Tat nahezulegen, dass zentrale halachische Normen verletzt oder aufgehoben werden. Verschiedene Merkmale der Erzählung lassen jedoch vermuten, dass die Aussagen der Akteure nicht als zutreffende Beschreibung halachischer Praxis, sondern als Beispiele „unzuverlässiger Erzählung“ gelesen werden sollen: Dabei führt ein Erzähler oder eine Erzählerin bewusst Fehlurteile und verzerrte Wahrnehmungen erzählter Figuren in die Erzählung ein und führt so die Leserinnen und Leser zunächst in die Irre, um dann im Verlauf der Erzählung den Irrtum aufzudecken. Entsprechend lernen Leserinnen und Leser in der Korneliuserzählung erst nach und nach, dass sowohl die Weigerung des Petrus, die ihm angebotenen Speisen zu essen, als auch die Vorstellung einer „Unreinheit von Nichtjuden“ oder das vermeintliche Verbot einer Tischgemeinschaft mit Nichtjuden sich nicht etwa auf biblische Gebote oder frühjüdische Halacha gründen, sondern lediglich auf persönliche und gesellschaftliche Vorbehalte der erzählten Personen. Die Erzählung beschreibt daher weder die Aufhebung noch die Verletzung jüdischer Gebote. Vielmehr lädt sie dazu ein, präziser zu unterschieden zwischen halachischen Bestimmungen (die nicht in Frage gestellt werden) und gesellschaftlichen Vorbehalten (die überwunden werden sollen).

Type
Articles
Copyright
Copyright © The Author(s), 2021. Published by Cambridge University Press

Access options

Get access to the full version of this content by using one of the access options below. (Log in options will check for institutional or personal access. Content may require purchase if you do not have access.)

References

1 „Das Gesetz war also ein Bild oder Schatten, der nur ‚bis zur Zeit einer besseren Ordnung‘ (Heb 10,12) Bestand haben sollte“ (Kyrill von Alexandrien, Gegen Julian 9,318–19; PG 76: 989–92). Eberle, C. G., Luthers Episteln-Auslegung (Stuttgart: Ev. Bücherstiftung, 1866) 43Google Scholar: „dass [Christus] alles erfüllt und das Gesetz aufgehoben hat“. Johannes Calvins Auslegung der Heiligen Schrift in deutscher Übersetzung, Bd. xi: Die Apostelgeschichte (hg. E. F. K. Müller; Neukirchen: Verlag des Erziehungsvereins, 1903) 214: „Was nun die Speisen angeht, hat Gott sie nach Abschaffung des Gesetzes alle für rein erklärt“. Ähnlich auch E. Schnabel, Acts (ZECNT, Grand Rapids: Zondervan, 2012) 473 und 481.

2 Pesch, R., Die Apostelgeschichte, 1. Teilband: Apg 1–12 (EKK 5/1; Zürich: Benzinger/Neukirchen-Vluyn: Neukirchener, 1986) 335, 339 und 341Google Scholar; Kilgallen, J. J., „Clean, Acceptable, Saved: Acts 10“, ExpTim 109 (1998) 301–2Google Scholar; Eisen, U. E., Die Poetik der Apostelgeschichte: Eine narratologische Studie (NTOA 58, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2006) 176, 178, 184CrossRefGoogle Scholar und 214; Pervo, R. I., Acts: A Commentary (Hermeneia; Minneapolis: Fortress 2009) 269Google Scholar. Bock, D. L., Acts (BECNT; Grand Rapids: Baker, 2009 3) 389Google Scholar spricht vom „arrival of a new era“ und verweist auf eine späte midraschische Tradition aus MTeh 146 §4 (268), der zufolge in der messianischen Zeit selbst unreine Tiere für rein erklärt werden sollen. Ebenso B. Witherington III, The Acts of the Apostles: A Socio-Rhetorical Commentary (Grand Rapids: Eerdmans, 1998) 350; ähnlich Schnabel, Acts, 492. Stählin, G., Die Apostelgeschichte (NTD 5, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1962) 152Google Scholar, versteht zwar die Vision selbst zunächst nur metaphorisch, sieht dann aber die Aufgabe der Speisegebote als unvermeidliche Konsequenz des geforderten Sozialkontakts.

3 Jervell, J., Die Apostelgeschichte (KEK 3; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1998 17) 305CrossRefGoogle Scholar, sieht eine Aufhebung der „Unreinheit von Nichtjuden“; ähnlich E. Haenchen, Die Apostelgeschichte (KEK 3, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht ‚19777) 304; Woods, D. B., „Interpreting Peter's Vision in Acts 10:9–16”, Conspectus 13 (2012) 172, 191Google Scholar; H. W. Beyer, Die Apostelgeschichte (NTD 5; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 19321), 67 und 69, versteht die Passage hingegen als grundsätzlichen Bruch mit der Reinheitstora. Haacker, K., Die Apostelgeschichte (ThKNT 5; Stuttgart: Kohlhammer, 2019) 190Google Scholar, sieht in der Erzählung die Überwindung eines „Kontaktverbots“ zwischen Juden und Nichtjuden. Roloff, Ähnlich J., Die Apostelgeschichte (NTD 5; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1981) 171Google Scholar; Miller, C., „Peter's Vision: Was It about the Men or the Menu?“, BiblSacr 159 (2002) 302–17Google Scholar; Eschner, C., Essen im antiken Judentum und Urchristentum (AJEC 108; Leiden/Boston: Brill2019) 530–78CrossRefGoogle Scholar und insbes. 650.

4 Witherington, Acts, 339 (vgl. unten Anm. 94); Moxon, J. R. L., Peter's Halakhic Nightmare: The ‘Animal’ Vision of Acts 10:9–16 in Jewish and Graeco-Roman Perspective (WUNT ii/432; Tübingen: Mohr Siebeck, 2017) 94–5Google Scholar; Wahlen, Ähnlich C., „Peter's Vision and Conflicting Definitions of Purity”, NTS 51 (2005) 505–18, hier 507–9CrossRefGoogle Scholar.

5 Moxon, Nightmare, 178; vgl. auch 342.

6 Vgl. dazu unten S. 000–00.

7 R. Pervo, „Humor in Wundererzählungen“, Kompendium der frühchristlichen Wundererzählungen, Bd. ii: Die Wunder der Apostel (hg. R. Zimmermann; Gütersloh: Gütersloher, 2017) 54–65 (60); Backhaus, K., „Transformation durch Humor: Die Komödisierung von Tradition in der Apostelgeschichte“, Aneignung durch Transformation: Beiträge zur Analyse von Überlieferungsprozessen im frühen Christentum; FS Michael Theobald (HBS 74; hg. W. Eisele/C. Schaefer/H.-U. Weidemann; Freiburg: Herder, 2013) 209–37, hier 224–5Google Scholar. Vgl. auch Witherington, Acts, 351.

8 Siehe unten Anm. 35.

9 In Apg 21,21.24.28 werden weder die gegen Paulus erhobenen Vorwürfe noch die Verteidigung durch die Ältesten vom Erzähler selbst vorgebracht. Einerseits bleibt auf der Erzählebene unklar, ob Trophimus wirklich zusammen mit Paulus den Tempelbezirk betreten hat, andererseits wäre das Betreten des Tempelbezirks (ἱερόν bezeichnet bei Luk den Tempelbezirk einschließlich des „Vorhofes der Völker“) für Nichtjuden weder untersagt, noch hätte es eine Entweihung dargestellt. Vgl. dazu S. Krauter, „Die Beteiligung von Nichtjuden am Jerusalemer Tempelkult“, Jewish Identity in the Greco-Roman World (hg. J. Frey/D. Schwartz/S. Gripentrog; AJEC 71; Leiden: Brill, 2007) 56–74.

10 Zur Begrifflichkeit von Norm, Devianz und Normkonformität vgl. unten S.000.

11 Booth, W. C., The Rethoric of Fiction (Chicago: Chicago University Press, 1983 2) 158fCrossRefGoogle Scholar.

12 A. Nünning, „Unreliable Narration zur Einführung: Grundzüge einer kognitiv-narratologischen Theorie und Analyse unglaubwürdigen Erzählens“, Unreliable Narration: Studien zur Theorie und Praxis unglaubwürdigen Erzählens in der englischsprachigen Erzählliteratur (hg. A. Nünning; Trier: Wissenschaftlicher Verlag, 1998) 3–39; vgl. zudem M. Martínez/M. Scheffel, Einführung in die Erzähltheorie (München: Beck, 201610) 100–12; T. Köppe/T. Kindt, Erzähltheorie: Eine Einführung (Stuttgart: Reclam, 2014) 236–56.

13 N. Kimmerle, Lucan und der Prinzipat: Inkonsistenz und unzuverlässiges Erzählen im „Bellum Civile“ (Millenium-Studien 53; Berlin: De Gruyter, 2015); Pausch, D., „Libellus non tam diserte quam fideliter scriptus? Unreliable Narration in the Historia Augusta“, AncNarr 8 (2009) 115–35Google Scholar.

14 Amit, Y., „‘The Glory of Israel Does Not Deceive or Change his Mind’: On the Reliability of Narrator and Speakers in Biblical Narrative“, Prooftexts 12 (1992) 201–12Google Scholar; K. W. Watts, „The Unreliable Narrator of Job“, From the Whirlwind: Essays on Job (hg. S. L. Cook/C. L. Patton/J. W. Watts; JSOTSup 336; London: Sheffield Academic, 2001) 168–80; Zimmermann, R., „‘The Jews’: Unreliable Figures or Unreliable Narration?“, Character Studies in the Fourth Gospel: Narrative Approaches to Seventy Figures in John (hg. S. A. Hunt; Tübingen: Mohr Siebeck, 2013) 71–109Google Scholar; Gaasland, R., „Evangelisk ironi“, Nordlit 40 (2018) 65–76Google Scholar; zu unzuverlässiger Erzählung in der Apg vgl. Eisen, Poetik, 75.

15 Martínez/Scheffel, Erzähltheorie, 105–6.

16 Nünning, „Unreliable Narration“, 13; vgl. Köppe/Kindt, Erzähltheorie, 242.

17 Martínez/Scheffel, Erzähltheorie, 105.

18 Ebd.

19 Nünning, „Unreliable Narration“, 21.

20 Nünning, „Unreliable Narration“, 27–8.

21 Dibelius, M., „Die Bekehrung des Cornelius“, Coniectanea neotestamentica (hg. A. Fridrichsen; Lund: Gleerup, 1947) 50–65Google Scholar, der zwischen einer ursprünglichen „Bekehrungslegende“ und der später eingefügten Vision des Petrus unterschied, die ihren Ursprung in der Zeit des antiochenischen Zwischenfalls hatte und durch Lukas metaphorisierend entschärft wurde. Ihm folgen Jervell, Apostelgeschichte, 318 und Pervo, Acts, 266. Haacker, Kritik äußern K., „Dibelius und Cornelius: Ein Beispiel formgeschichtlicher Überlieferungskritik“, BZ 24 (1980) 234–51CrossRefGoogle Scholar; ders., Apostelgeschichte, 188; Witherington, Acts, 344–5; Pesch, Apostelgeschichte, 333; Roloff, Apostelgeschichte, 164–5.

22 Haacker, „Dibelius“, 249.

23 Pervo, Acts, 264; vgl. auch 269. Ähnlich Miller, „Vision“, 15; Moxon, Nightmare, 95 und 266–7; Eisen, Poetik, 222–4; Humphrey, E. M., „Collision of Modes? Vision and Determining Argument in Acts 10:1–11:18”, Semeia 71 (1995) 65–84, hier 81Google Scholar.

24 Vgl. Humphrey, „Collision“, 81: „Thus, the visions do not present a fait accompli but are artfully presented and combined to lead the hearers within the story, and the readers of the story, to certain conclusions.”

25 Vgl. oben Anm. 7

26 Backhaus, „Transformation“, 223.

27 Pervo, „Humor“, 60.

28 Moxon, Nightmare, 178; vgl. auch 342.

29 Witherington, Acts, 351.

30 Pervo, Acts, 264; vgl. Miller, „Vision“, 16.

31 Moxon, Nightmare, 218 und 267; vgl. Miller, „Vision“, 15.

32 Moxon, Nightmare, 215ff.

33 Moxon, Nightmare, 267.

34 Vgl. Lk 5,8; 9,33; 22,58–62; Witherington, Acts, 350, sieht eine beabsichtigte Parallele zwischen der dreimaligen Verleugnung des Petrus und der dreimaligen Wiederholung der Himmelsvision.

35 Gibson, J. J., Peter between Jerusalem and Antioch: Peter, James, and the Gentiles (Tübingen: Mohr Siebeck, 2013) 79–80CrossRefGoogle Scholar. Becker, J., Simon Petrus im Urchristentum (BThSt 105; Stuttgart: Vandenhoeck & Ruprecht, 2009) 113Google Scholar sieht diese Tendenz zwar bei Lukas gegenüber den vorlukanischen Traditionen abgeschwächt, aber immer noch fortgeführt.

36 Gibson, Peter, 284.

37 Ebd. (Hervorhebung durch mich).

38 Vgl. oben Anm. 2.

39 Haenchen, Apostelgeschichte, 345; Eschner, Essen, 543; Roloff, Apostelgeschichte, 170: „teuflische Versuchung“, „Ungehorsam gegen die Speisegesetze“; Jervell, Apostelgeschichte, 305: „Übertreten des Gesetzes“; Moxon, Nightmare, 97: „transgressive command“, „straightforward shock value“; Pervo, Acts, 269: „God, who counts all clean“; vgl. jedoch ebd.: „The meaning … seems quite clear to readers“ (Hervorhebung von mir).

40 Vgl. Moxon, Nightmare, 93: „… this is not actually spelled out, but comes only through the implication that he eat without discriminating“. Eben dies wird aber weder gesagt noch impliziert.

41 Vgl. dazu unten Abschnitt 2.1. Haacker, Apostelgeschichte, 187 scheint das Auswählen als ursprüngliche Intention der Vision anzunehmen, Petrus jedoch fühle sich mit dieser Entscheidung „offenbar überfordert“; ähnlich Jervell, Apostelgeschichte, 305. Nach Haenchen, Apostelgeschichte, 349 wird diese Möglichkeit „nicht beachtet“ (von Lukas oder von Petrus?), ähnlich Roloff, Apostelgeschichte, 170. Moxon, Nightmare, 78 ist diese Option zu „banal“. Bock, Acts, 388 vermutet ausschließlich unreine Tiere in der Vision, begründet dies aber durch Verweis auf die Figurenrede in V. 14: „We know that … because of Peter‘s response in Verse 14“; Schnabel, Acts, 490 hält dies zumindest für möglich. Witherington, Acts, 350 und Wahlen, „Vision“, 514 plädieren dagegen für eine Verunreinigung auch der reinen Tiere durch Berührung, so dass die Vision „unreine“ und „verunreinigte“ Tiere enthielt (vgl. die differenzierte Terminologie κοινὸν καὶ ἀκάθαρτον in 10,14), dadurch also letztlich nur verbotene Speisen. Moxon, Nightmare, 81 hält diese „subtle halakhic distinction“ zwar für möglich, aber unwahrscheinlich.

42 Vgl. Anm. 39 und 41.

43 Vgl. die Deutungen von Haenchen, Apostelgeschichte, 349, und Roloff, Apostelgeschichte, 170 sowie – anders hergeleitet – Witherington, Acts, 350, und Wahlen, „Vision“, 514 in Anm. 41.

44 Vgl. die Deutung von Haacker, Apostelgeschichte, 187 und Jervell, Apostelgeschichte, 305 in Anm. 41. Zum Phänomen einer vorbeugenden „Über-Konformität“ vgl. unten S. 000f.

45 Pesch, Apostelgeschichte, 339; kritisch jedoch Roloff, Apostelgeschichte, 170. Unabhängig davon, dass eine synoptische Parallele zu Mk 7,15.19a im Lukasevangelium fehlt, ist auch die Deutung von Mk 7,19a als Aufhebung von Speisegeboten zweifelhaft. Vgl. dazu Furstenberg, Y.: „Defilement Penetrating the Body: A New Understanding of Contamination in Mark 7.15“, NTS 54 (2008) 176–200CrossRefGoogle Scholar; F. Avemarie, „Jesus and Purity“, The New Testament and Rabbinic Literature (hg. R. Bieringer/F. García Martínez/D. Pollefeyt et al.; Leiden/Boston: Brill, 2010) 255–79.

46 Witherington, Acts, 350; Schnabel, Acts, 491 (vgl. jedoch 498). Der Tod Jesu wird allerdings weder in den Evangelienliteratur noch im corpus Paulinum explizit mit Reinheitsterminologie in Verbindung gebracht.

47 Stählin, Apostelgeschichte, 152–153; ähnlich Roloff, Apostelgeschichte, 170; Pesch, Apostelgeschichte, 339; Haenchen, Apostelgeschichte, 335; Pervo, Acts, 269; Bock, Acts, 389; Kilgallen, „Clean“, 302. Jervell, Apostelgeschichte, 306 bezieht V. 15 dagegen nur auf die „Unreinheit von Nichtjuden“, nicht auf die Speisetora.

48 Moxon, Nightmare, 95.

49 Vgl. dazu unten Abschnitt 2.1.

50 Schnabel, Acts, 493; Pesch, Apostelgeschichte, 340; Witherington, Acts, 351; Eschner, Essen, 550.

51 Der mediale Gebrauch in 10,20 und 11,2 („argumentieren, sich auseinandersetzen“) unterscheidet sich vom aktiven („unterscheiden“) in 11,12 und 15,9. Die Deutungsverschiebung zwischen 10,20 und 11,12 ergibt sich dabei aus der klärenden Einsicht in 10,28.

52 Pervo, Acts, 272.

53 So Roloff, Apostelgeschichte, 162.

54 Woods, D. B., „Diakrinō and Jew–Gentile distinction in Acts 11:12“, Conspectus 18 (2014) 79–94, hier 91Google Scholar. Die Bedeutung „zweifeln, zögern“ (Beyer, Apostelgeschichte, 67; Stählin, Apostelgeschichte, 147; Haenchen, Apostelgeschichte, 294; Jervell, Apostelgeschichte, 307) ist dagegen in der Antike nicht belegt, vgl. Moxon, Nightmare, 78–9 und Woods, „Diakrino“, 44–88; Pervo, Acts, 272 und Wahlen, „Vision“, 515 vermuten eine bewusste Mehrdeutigkeit des Begriffs an dieser Stelle.

55 Vgl. unten Anm. 94.

56 Z.B. „verabscheuungswürdige Speisen“ (2. Makk 6,5; 7,1), „abscheulicher Götzendienst“ (1. Pt 4,3), das Bilderverbot im Tempel (Jos. Bell. 1,650), ein verabscheuungswürdiger Mord (Jos. Bell. 1,659); liturgische Regeln (Jos. Bell. 2,131); Sabbatbestimmungen (Jos. Bell. 4,99); Reinheitsgebote im Tempel (Jos. Bell. 4,205); Kannibalismus (Jos. Bell. 6,209).

57 Z.B. „abscheuliche Worte“ (2. Makk 10,34), „die abscheulichen Juden“ (3. Makk 5,20), abscheuliche Erzählungen (TestSal 20,4); sexuelle Schamlosigkeit (Jos. Bell. 4,562); Krieg gegen eigene Landsleute (Jos. Vit. 1,26). Vgl. auch Eschner, Essen, 555.

58 Roloff, Apostelgeschichte, 170; ähnlich Pesch, Apostelgeschichte, 341; Jervell, Apostelgeschichte, 308–9; Eisen, Poetik, 179; Woods, „Interpreting“, 204; Bock, Acts, 394 und 390; zur Deutung von Apg 10,13 als performativer Sprechakt vgl. oben Anm. 47. Für Eschner, Essen, 557–9 wurde eine „verbreitete“ Wertung von Nichtjuden als unrein (557) durch 10,28b „außer Kraft gesetzt“ (559).

59 Bock, Acts, 406; Pervo, Acts, 274; Jervell, Apostelgeschichte, 304 und 307; Roloff, Apostelgeschichte, 165; anders jedoch Schnabel, Acts, 490.

60 Jervell, Apostelgeschichte, 308–9.

61 Haacker, Apostelgeschichte, 198 geht allerdings davon aus, dass Petrus in einem nahegelegenen jüdischen Haus Unterkunft und Verpflegung fand, um „die eigene Treue zur Torah mit sozialen Verpflichtungen zu vereinbaren“.

62 Roloff, Apostelgeschichte, 175; Bock, Acts, 394; Eisen, Poetik, 202; vgl. dagegen Schnabel, Acts, 496–7.

63 Dibelius, Bekehrung, 99; Stählin, Apostelgeschichte, 152; dagegen jedoch Haacker, „Dibelius“, 240; Schnabel, Acts stellt zunächst fest: „If Jews and Gentiles come together in close fellowship, the dietary laws … had to be rescinded” (492), ergänzt aber später, dass es verschiedene Wege gab, Tischgemeinschaft zu ermöglichen, ohne Speisegebote zu verletzen (497).

64 Z.B. Jervell, Apostelgeschichte, 308; Bock, Acts, 390; Pervo, Acts, 274 und 284. Tischgemeinschaft zwischen reinen und unreinen Personen wird allerdings bereits im Pentateuch als selbstverständlich vorausgesetzt, dort sogar in Verbindung mit der an Apg 10,13 erinnernden Formulierung θύσεις καὶ φάγῃ (Dt 12,15.22).

65 Nünning, „Unreliable Narration“, 22.

66 Grundlegend dazu Litwak, K. D., Echoes of Scripture in Luke-Acts: Telling the History of God's People Intertextually (LNTS 282; London: T&T Clark, 2005)Google Scholar; Die Bibel im Dialog der Schriften (hg. S. Alkier/R. B. Hays; Tübingen: Francke, 2005); Hays, R. B., „Opened Eyes and Minds: Luke's Scriptural Hermeneutics“, ders., Echoes of Scripture in the Gospels (Waco, TX: Baylor, 2016) 275–80Google Scholar.

67 Haacker, Apostelgeschichte, 13 vermutet, der Verfasser „könnte ein Proselyt gewesen sein, der schon vor dem Anschluss an die Jesusbewegung mit den heiligen Schriften und den Wesenszügen des Judentums vertraut geworden war“, möglicherweise gar „die Erfahrungen der Jerusalemer ‚Urgemeinde‘ miterlebt“ habe. Auch Pervo, Acts, 7 charakterisiert den Autor als schriftkundig: „Strong familiarity with the LXX suggest a gentile who had thoroughly immersed himself in Greek scripture.“ Anders als Haacker vermutet er jedoch nur „limited understanding of Judaism“ (ebd.).

68 Litwak, Echoes, 60. Haacker, Apostelgeschichte, 16 vermutet „ein jüdisches Publikum als mindestens eine Zielgruppe des Werkes“. Auch Pervo, Acts, 6 beschreibt trotz der größeren zeitlichen Distanz den Horizont des Werkes mit Worten von P. Borgen als „geographical perspective of the world as seen from the standpoint of pagans, Jews and Christians“.

69 Litwak, Echoes, 60, sowie Haacker, Apostelgeschichte, 13.

70 Vgl. J. Neusner, Judaic Law from Jesus to the Mishnah: A Systematic Reply to Professor E.P. Sanders (South Florida Studies in the History of Judaism 84; Atlanta: Scholars, 1993); D. Instone-Brewer, Traditions of the Rabbis from the Era of the New Testament (2 Bd.; Grand Rapids: Eerdmans, 2004–11); A. Shemesh, Halakhah in the Making: The Development of Jewish Law from Qumran to the Rabbis (The Taubman Lectures in Jewish Studies 6; Berkeley: University of California Press, 2009).

71 Während Haacker, Apostelgeschichte, 13 eine Augenzeugenschaft des Verfassers für möglich hält, datiert Pervo, Acts, 5 auf ca. 115 n.Chr. Eine neuere Übersicht unterschiedlicher Datierungsversuche bietet Backhaus, K., „Zur Datierung der Apostelgeschichte: Ein Ordnungsversuch im chronologischen Chaos“, ders., Die Entgrenzung des Heils (WUNT 422; Tübingen: Mohr Siebeck, 2019) 87–128CrossRefGoogle Scholar, der sich selbst für eine Datierung zwischen 100 und 130 n.Chr. ausspricht.

72 Bormann, L., Theologie des Neues Testaments (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2017) 315Google Scholar; vgl. auch Jervell, Apostelgeschichte, 50–1; anders Pervo, Acts, 685; zur Offenheit der Trennungsprozesse vgl. A. Reinhartz, „A Fork in the Road or a Multi-Lane Highway? New Perspectives on the ‘Parting of the ways’ between Judaism and Christianity”, The Changing Face of Judaism, Christianity, and Other Greco-Roman Religions in Antiquity (hg. I. H. Henderson,;Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, 2006) 280–295; A. H. Becker/A. Y. Reed, „Traditional Models and New Directions“, The Ways That Never Parted: Jews and Christians in Late Antiquity and the Early Middle Ages (hg. A. H. Becker und A. Y. Reed; Minneapolis: Fortress, 2007) 1–33; T. Nicklas, „Parting of the Ways? Probleme eines Konzepts“, Juden – Heiden – Christen? Religiöse Inklusion und Exklusion in Kleinasien bis Decius (hg. S. Alkier/H. Leppin; WUNT i/400; Tübingen: Mohr Siebeck, 2018) 21–41.

73 Vgl. Anm. 68.

74 Vgl. jedoch oben Anm. 63 und unten Abschnitt 2.4.

75 Freidenreich, D. M., Foreigners and their Food: Constructing Otherness in Jewish, Christian and Islamic Law (Berkeley: University of California Press, 2011) 17–46CrossRefGoogle Scholar, insbes. 31; Rosenblum, J. D., Food and Identity in Early Rabbinic Judaism (Cambridge: Cambridge University Press, 2010) 17–22 und 45–91CrossRefGoogle Scholar; Marks, S./Taussig, H., Meals in Early Judaism (New York: MacMillan, 2014)CrossRefGoogle Scholar; Eschner, Essen, 32–117, 190–207.

76 Zur Unterscheidung von Geltung, Wirkung und Sanktionierung in Normfragen vgl. unten S. 537–8.

77 Vgl. oben Anm. 48.

78 Vgl. Jervell, Apostelgeschichte, 306; Eschner, Essen, 652–3; P. J. Tomson, Paul and the Jewish Law: Halakha in the Letters of the Apostle to the Gentiles (CRINT iii/1; Assen: Van Gorcum 1990) 177–9 und 280.

79 Vgl. außerdem die Vierzahl in 1. Kön 5,13; Ps 148,10; und Hes 28,20.

80 Vgl. jedoch Röm 1,23.

81 Gen 6,8.21; 7,8.23.

82 Gen 7,14.21; 8,1.17.19. Die Vierteilung ergibt sich dabei aus der Unterscheidung von Wild- und Nutztieren.

83 PesK 6 (ed. Wünsche 73). R. Meir kommt hier um die Notwendigkeit der Unterscheidung herum, weil der Tisch zuvor von seinem Gastgeber umgestoßen wird.

84 Vgl. etwa die Konfliktsituationen hinter 1. Kor 8 und 10; Eschner, Essen, 284–384; Tomson, Paul, 189–221.

85 Vgl. oben Anm. 41.

86 Vgl. oben Anm. 16.

87 Zu möglichen Erklärungen für diese Zurückweisung vgl. oben Anm. 41.

88 Vgl. oben Anm. 35.

89 Vgl. oben Anm. 47.

90 Vgl. oben Anm. 45 und 46.

91 Möglicherweise ergeht es dem Leser aber zunächst wie Petrus, der die mehrdeutig formulierte Antwort in 10,15 zunächst noch nicht versteht, in 10,20 noch darüber nachsinnt, um dann in 10,28b rückblickend den richtigen Sinn seiner Vision zu verstehen.

92 Vgl. oben S. 000.

93 Milgrom, J., Leviticus 1–16 (AB; New York: Doubleday, 1991)Google Scholar; Hayes, C., „Purity and Impurity, Ritual“, Encyclopedia Judaica, Bd. xvi (hg. Berenbaum, M./Skolnik, F.; Detroit: Macmillan Reference, 2007 2) 746–56Google Scholar.

94 Haacker, Apostelgeschichte, 190; ähnlich Haenchen, Apostelgeschichte, 337; Pesch, Apostelgeschichte, 341; Bock, Acts, 393–4; Roloff, Apostelgeschichte, 171; Kilgallen, „Clean“, 301; differenzierter Jervell, Apostelgeschichte, 308 der zwischen „Gebot“ und „gängiger Praxis“ unterscheidet; Eschner, Essen, die zwischen „formalem Gesetz“ und „Brauch bzw. Sitte“ unterscheidet, und Schnabel, Acts, 496 der zwar zunächst die Begriffe „unlawful“, „against our laws“ und „not allowed by his religion“ vorschlägt, dann aber hinzufügt: „The mosaic Law did not forbid Israelites from eating with Gentiles … Nor did later Jewish tradition uniformly and unanimously stipulate a prohibition concerning Jews visiting Gentiles”; Witherington, Acts, 339 sieht lediglich eine Überschreitung von „ethnic barriers and social boundaries“. Die Gemeinschaft mit Nichtjuden sei zwar „taboo for a Jew“, allerdings nur, wenn man Verunreinigung vermeiden wolle, was halachisch nicht gefordert ist; ähnlich Woods, „Interpreting“, 182 und Woods, „Diakrino“, 82.

95 Roloff, Apostelgeschichte, 171.

96 Eisen, Poetik, 225, zur „impermeablen Grenze“ vergleiche außerdem 184.

97 Woods, „Interpreting“, 191 („misunderstanding“).

98 Vgl. nur A. Kasher, Jews and Hellenistic Cities in Eretz Israel: Relations of the Jews in Eretz–Israel with the Hellenistic Cities during the Second Temple Period (332 bce–70 ce) (TSAJ 21; Tübingen: Mohr Siebeck, 1990); Feldman, L. H., Jew and Gentile in the Ancient World: Attitudes and Interactions from Alexander to Justinian (Princeton: Princeton University Press, 1993)CrossRefGoogle Scholar; R. Feldmeier, Hg., Die Heiden: Juden, Christen und das Problem des Fremden (Tübingen: Mohr Siebeck, 1993).

99 „Trenne dich von den Völkern und iß nicht mit ihnen und handle nicht nach ihrem Tun und sei nicht ihr Genosse.“

100 Jos. Bell. 7,45; Ap. 2,123.209–11.280–2; Philo, Mos. 2,17–21; vgl. auch die zahllosen Besuche jüdischer Delegationen bei nichtjüdischen Würdenträgern z.B. Jos. Ant. 13,163; 14,145–51; 14,185 u.ö.; Jos. Vit. 16; Philo, Leg. 181–3 und 349; vgl. auch Jos. Ant. 18,257–60 sowie Jos. Ant. 20,44–6; Lukas selbst berichtet schon in Luk 7,2–10; 24,47; Apg 1,8; 8,29–39 von solchen Begegnungen; für die spätere rabbinische Haltung vgl. etwa die Begegnungen jüdischer Gelehrter mit nichtjüdischen Gesprächspartnern (m. AZ 3,4; b. AZ 10b; b. Ber 17a; 19a).

101 So sollen sie nach CD 11,2.14 nicht am Sabbat stattfinden, was jedoch selbst für die strenge Gemeinschaft von Qumran bedeutet, „daß der werktägliche Umgang mit Heiden nicht problematisiert wurde“: R. Deines, „Die Abwehr der Fremden in den Texten aus Qumran: Zum Verständnis der Fremdenfeindlichkeit in der Qumrangemeinde“, Die Heiden (vgl. oben Anm. 98) 59–91, hier 85; vgl. den ähnlichen Fall Joh 18,28 und die vielfältigen rabbinischen Bestimmungen zum Sozialkontakt bei H. L. Strack/P. Billerbeck, Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch, Bd. iv: Exkurse zu einzelnen Stellen des Neuen Testaments. Teil 1 (München: Beck, 1928) 374ff.

102 Vgl. auch hier Strack/Billerbeck, Kommentar, 374ff.

103 Vgl. Freidenreich, Foreigners, 96–100; Eschner, Essen, 51–4, 118–77, 208–24; Rosenblum, Food, 91–100; Tomson, Paul, 232–3; Bockmuehl, M., Jewish Law in Gentile Churches: Halakhah and the Beginning of Christian Public Ethics (Edinburgh: T. & T. Clark, 2000) 58–60Google Scholar; Zetterholm, M., The Formation of Christianity at Antioch: A Social–Scientific Approach to the Separation of Judaism and Christianity (New York: Routledge, 2005) 149–55Google Scholar.

104 Jdt 10,1–6; 12,1–19.

105 Let. Arist. 179–84.293.

106 Jos. Asen. 7,1.

107 In Est 2,17–18 wird Tischgemeinschaft nicht problematisiert. Erst in der Fassung der LXX wird durch das Gebet der Ester expliziert, dass sie am Tisch des Ahasveros abstinent blieb (Est 4,17 LXX).

108 Nanos, M., „What Was at Stake in Peter's ’Eating with Gentiles’ at Antioch?“, nachgedruckt in: ders., The Galatians Debate (Peabody, MA: Hendrickson, 2002) 282–318, hier 299Google Scholar; ähnlich Zetterholm, Formation, 155; Rosenblum, Food, 43; Freidenreich, Foreigners, 40; Eschner, Essen, 119.

109 Freidenreich, Foreigners, 40.

110 Ebd.

111 m. Hul 2,7; SER 8; t. AZ 4,6.

112 t. Ber 5,21; vgl. j. Ber 8,12 (12c); b. Suk 54a; b. Meg 72a; BerR 66,6 (manche Mss); m. AZ 5,5; b. Git 47b; b. Bez 21b; m. Bekh 5,2; b. AZ 8a–b regeln einzelne halachische Aspekte des gemeinsamen Mahls, zeigen aber gerade dadurch, dass dieses prinzipiell zulässig war.

113 Strack/Billerbeck, Kommentar, 375.

114 m. Ohal 18,7 und b. Shab 127a, evtl. auch Joh 18,28. Vgl. Strack/Billerbeck, Kommentar, 375.

115 Vgl. dazu bereits Haenchen, Apostelgeschichte, 307; Jervell, Apostelgeschichte, 305; Wahlen, „Vision“, 506.

116 Lamnek, S., Theorien abweichenden Verhaltens (Paderborn: Fink, 2013 9) 19–20Google Scholar.

117 Böhnisch, L., Abweichendes Verhalten (Weinheim/München: Juventa, 1999) 12–13Google Scholar.

118 Lamnek, Theorien, 25–6.

119 Wiswede, G., Soziologie abweichenden Verhaltens (Stuttgart: Kohlhammer, 1973) 25Google Scholar; vgl. auch Lamnek, Theorien, 28.

120 Lamnek, Theorien, 28.

121 Vgl. oben Anm. 1. Auch die eingeschränkten Deutungen in Anm. 2 und Anm. 3 gehen von einer non-konformen Gegenkultur aus, insofern sie bestehende Normen grundsätzlich in Frage stellen und eine dauerhafte Normveränderung behaupten.

122 Das vermutet Beyer, Apostelgeschichte, 70–1, als ursprünglichen Hintergrund der Erzählung.

123 Vgl. oben Anm. 4.

124 Lamnek, Theorien, 28.

125 Vgl. oben Anm. 43 und 44 und die Differenzierungen in Anm. 102.

Send article to Kindle

To send this article to your Kindle, first ensure no-reply@cambridge.org is added to your Approved Personal Document E-mail List under your Personal Document Settings on the Manage Your Content and Devices page of your Amazon account. Then enter the ‘name’ part of your Kindle email address below. Find out more about sending to your Kindle. Find out more about sending to your Kindle.

Note you can select to send to either the @free.kindle.com or @kindle.com variations. ‘@free.kindle.com’ emails are free but can only be sent to your device when it is connected to wi-fi. ‘@kindle.com’ emails can be delivered even when you are not connected to wi-fi, but note that service fees apply.

Find out more about the Kindle Personal Document Service.

Διακρίνειν als Leseaufgabe: Petrus und Kornelius zwischen ungeschriebenem Gesetz und unzuverlässiger Erzählung
Available formats
×

Send article to Dropbox

To send this article to your Dropbox account, please select one or more formats and confirm that you agree to abide by our usage policies. If this is the first time you use this feature, you will be asked to authorise Cambridge Core to connect with your <service> account. Find out more about sending content to Dropbox.

Διακρίνειν als Leseaufgabe: Petrus und Kornelius zwischen ungeschriebenem Gesetz und unzuverlässiger Erzählung
Available formats
×

Send article to Google Drive

To send this article to your Google Drive account, please select one or more formats and confirm that you agree to abide by our usage policies. If this is the first time you use this feature, you will be asked to authorise Cambridge Core to connect with your <service> account. Find out more about sending content to Google Drive.

Διακρίνειν als Leseaufgabe: Petrus und Kornelius zwischen ungeschriebenem Gesetz und unzuverlässiger Erzählung
Available formats
×
×

Reply to: Submit a response

Please enter your response.

Your details

Please enter a valid email address.

Conflicting interests

Do you have any conflicting interests? *